Ja,ja.....ich weis schon.....die Wartungskompanie! Aber in der hab ich nicht gedient! Es wurde gefragt wo ich gedient hätte.
Einen Teil der Grundausbildung hatten wir gemeinsam......ich denke die ersten 4 Wochen und danach wurde die Ausbildung spezieller......dann teilten sich die Wege
- wir von der
Transportkompanie hatten natürlich in erster Linie die Fahrausbildung. Aber nicht alle die Fahrausbildung hatten, hatten dann auch noch Tanktechnikausbildung, weil es gab bei uns Leute die keinen Tankwagen fuhren. Zweiter Zug hatte zum Beispiel auch W 50 mit Plane dabei. Ich hatte den letzten Stellplatz unter unserem Schleppdach und hinter der Grünanlage war dann das Schleppdach vom 2. Zug. Da hatte einer einen W 50 mit Plane und der war oft in Holzdorf mit irgendwelche Kisten......Munition oder Ersatzteile der wusste selber nicht was der manchmal von A nach B fuhr. Holzdorf da kamen wir aber mit den Tankwagen nie hin. Der I Zug zum Beispiel, die machten dann solche Sachen wie Müllentsorgung, BA-Kammer,Tankstelle,Spießschreiber,Batterieladewart,Cheffahrer u.s.w. Die von der Tankstelle hatten auf alle Fälle noch eine Tanktechnik Ausbildung auf Ural und dann natürlich speziell wie man eine Tankstelle führt was man da alles eintragen muss der ganze Bürokratiekram,füllstand in den unterirdischen Tanks messen,denn die mussten die Tankstelle im Objekt 24 Std. besetzen wenn wieder jemand von Transport kam Zivilbeschäftige oder ebend auch wir. Wir waren alle in unserem Block untergebracht und zählten allgemein zur Transportkompanie.
- dann war allgemein das
FTL genannt. Die im FTL Block untergebracht waren stellten die Objektwache, Wache für Munitionsbunker und Wache für FTL. Dazu waren zwei davon noch täglich in der Küche. Jeden Tag nur Wache, Wache, Wache stehen. Das muss echt öde gewesen sein!
- Ihr von der
Wartungskompanie hattet auch euren eigenen Block und nur alle drei Wochen für eine Woche da. Wenn man wieder die Ural vor der Wartung stehen sah, dann hieß es für uns ....jetzt wird der Küchendienst stressig,denn dann war für gut 500 Mann abwaschen angesagt! Genauso zu den Mahlzeiten, da standen ebend haufenweise Leute mehr an und die Pause wurde dadurch kürzer. Wie viel wart ihr eigentlich in der Wartung? So wie ich das gehört habe seid ihr von Objekt zu Objekt gefahren.....dann möglicherweise mehrere Wochen in einem Objekt je nachdem wie viel es dort zu tun gab und hab dort in der MR die Fahrzeuge gewartet. Irgendwelche Ausrüstung ausgepackt nachgeschaut,gezält,möglicherweise geölt,gefettet oder sowas,wieder Dinge wie Werkzeug in Ölpapier eingepackt… So kann ich mir das vorstellen. Ich weiß aber nicht ob das nur MR Reserven von der Luft waren oder ob ihr in alle möglichen Objekte der NVA wart. Du kannst das sicher selber am besten beschreiben was eure Aufhaben waren. Dadurch dass ihr nur alle drei Wochen da wart für eine Woche,wart ihr für uns natürlich mehr abwesend als anwesend. Manchmal waren wir ja auch noch zwischendurch irgendwo auf Transport oder im Urlaub und so sah man sich manchmal 8 Wochen oder mehr nicht.
Das war immer lustig wenn man GUvD hatte und die Wartung war da. Trillerpfeife, Gröhler Kompanieieie raustreten zum Mittagessen und macht hin,die Wartung tritt schon an! Sollst mal sehen wie schnell die alle draußen waren teilweise noch die Jacke offen alles schnell zu machen schnell hinstellen.... Stillgestanden! links um! im Gleichschritt Marsch! und die Wartung kam dann von links und jeder wollte der erste am Futternapf sein.
P.S. Die Stasi musste auch in eurem Block ein Büro gehabt haben. Näher haben wir da nie geforscht....aber wir haben von weitem gesehen wenn ein grüner Lada vor dem Block stand dann war der von der Stasi da.
Vorne im Block der Wartung war auch der Fernsprecher für die Soldaten. Hin und wieder ging ich auch dort mal telefonieren. Nach Hause konnte ich nicht telefonieren denn wir hatten zu Hause kein Telefon, aber zu Bekannten wo ich die Telefonnummer hatte,da ging das. Jedes Telefongespräch musste dort bei einer Telefonistin angemeldet werden. Möglicherweise wurden diese Telefongespräche auch angezapft und aufgezeichnet und der von der Stasi hat sich dann irgendwie die Bänder abgeholt oder abgehört keiner weiß es....
Ich war mal für sechs Wochen mit einem aus meinem Zug und zwei Resis dazu und ein Feldwebel in der unserer MR abgestellt. Es kam eine neue Lieferung Kamas-Tankwagen aus der SU mit dem Zug im FTL an und die haben wir entladen.....und auf NVA Standard umgerüstet. GS10- Satz ran, Abschleppstange ran, Sanikasten & Feuerlöscher ran, dazu die ganzen Abziehbildchen geklebt und so weiter.Danach gewaschen und den Kfz-Park mußte auch jeder Einzelne genau kennenlernen

.....nicht nur die Waschrampe. Am Ende die Fahrzeuge in der MR aufgebockt. Mit manchen mussten wir nach Lübben fahren neue Frontscheiben beim Glaser einbauen zum Beispiel....alles sowas! Kamas war vom Motor und den Sitzen ganz gut.....aber sonst ein oller Springbock. Da hat's dich auf der Straße von Krugau nach Biebersdorf durch gestaucht.....furchtbar! Im Wolga hat man nie gemerkt,daß die Straße so uneben ist und unsere Tatra beladen und dann noch mit der Drehstabfederung vorn sind über diese Straße geglitten. Dann haben wir noch einen 815er Tatratankwagen aus der MR vorbereitet für die Übergabe in unseren 3. Zug. Am Ende dieses Einsatzes entstand das Farbbild was man in meinen Beiträgen sieht.....wo wir auf der Zysterne sitzen. Ich bin der auf dem Tankwagen hinten links. Die Zeit in der MR war eigentlich eine ruhige stressfreie Zeit. Wir haben hintereinander unsere Arbeit gemacht unser Tagespensum gehabt,aber Stress und Hektik kam da keine auf.2. Frühstück gingen wir in die Werkstatt zu den ZBs war eigentlich eine super streßfreie Zeit,weil unser Feldwebel war auch kumpelhaft und total locker. Den hatte ich noch mal bei uns im Ort nach der Wende getroffen, danach aber dann nicht mehr gesehen.